Heinz-Werner Neudorfer
Zum 15. Mal ist die Hauszeitschrift des AfeT, das Jahrbuch für evangelikale Theologie, erschienen. Sie bietet im Aufsatzteil fünf Beiträge zu theologischen Fragen und fast 100 Rezensionen von Büchern, die aus
evangelikaler Sicht besonders bemerkenswert erscheinen.
Literaturwissenschaftliche Beobachtungen zum aaronitischen Segen im Sinne eines
close reading von Wilfried Warning stehen dieses Jahr am Anfang.
Dahinter verbirgt sich der Versuch, an einem Detail innere sprachliche und
damit auch theologische Strukturen des AT aufzuspüren. Jürg Buchegger
schreibt über Mögliche paulinische Neologismen. Über frühere Forschungen
anderer Autoren hinausgehend listet Buchegger griechische Worte auf, die nur
bei Paulus oder auch nach ihm belegt sind und zieht daraus Schlüsse. Eberhard
Hahn hat seinen aus Anlass der Verleihung des Johann-Tobias-Beck-Preises an
ihn gehaltenen Vortrag Wieviel Bibel braucht die Kirche? zur Verfügung
gestellt. Rolf Hille beschäftigt sich mit dem Theodizeeproblem im
Kontext neuzeitlicher Religionskritik und biblisch-theologischer Antworten.
Grundsätzliche Überlegungen über Gegenstand und Methode der Praktischen
Theologie stellt Helge Stadelmann an.
Ein Leser Lehrer schreibt: heute früh hatte ich ausführlich Zeit, um im jüngsten JAHRBUCH für evangelikale Theologie zu lesen und ich muss sagen: es ist eine einzige exzellente FUNDGRUBE! Einige Rezensionen sind derart hilfreich, dass ich gar nicht der Versuchung widerstehen kann, mir die entsprechenden Bände zu bestellen. Einiges davon wird mir auch für die Arbeit in den Oberstufenkursen äußerst nützlich sein (vgl. Soziale Gerechtigkeit und H.Burkhardts Wirtschaft ohne Ethik? oder Theologische Anthropologie und U.Eibachs Menschenwürde an den Grenzen des Lebens u.a.m.). Dem ist nichts hinzuzufügen.
aus: Evangelikale Theologie Mitteilungen ETM 7/2 (2001) Herausgeber: AfeT Arbeitskreis für evangelikale Theologie |
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23.12.2001 |